Samstag, 14. August 2010

Der FCB will reagieren

Bericht von fcb.ch














Am Samstag, 14. August 2010, trifft der FC Basel 1893 in der fünften Super-League-Runde auf den FC Luzern (17.45 Uhr, St. Jakob-Park). Der Erste gegen den Dritten lautet damit die Affiche, und gewinnen die Innerschweizer im Joggeli, ziehen sie in der Tabelle an Leader Basel vorbei. Das wird der FCB tunlichst zu vermeiden versuchen, will das Team von Thorsten Fink auf die 0:1-Niederlage in Bellinzona doch eine energische Reaktion folgen lassen.

Geht es nach Thorsten Fink, gibt es sie vielleicht wirklich – die Niederlage mit positiver Wirkung. Das zumindest erhofft sich der Trainer des FC Basel, der nach dem 0:1 am vergangenen Wochenende in Bellinzona schon sagte, was er nun am Freitagnachmittag noch einmal betonte: „Manchmal kann ein verlorenes Spiel auch eine heilende Wirkung haben.“ Seine Mannschaft sei im Tessin nicht voll da gewesen, doch eine kurze Schwächephase sei auch für den FCB legitim – „man darf nicht erwarten, dass wir jeden Gegner einfach vom Platz fegen“, so Fink. „Aber Bellinzona ist abgehakt, jetzt schauen wir nach vorne.“

Im Hinblick auf die wichtigen Heimspiele vom Samstag gegen den FC Luzern und am Mittwoch gegen den FC Sheriff, in dem es um die Champions-League-Qualifikation geht, verspricht sich der Basler Übungsleiter also eine gebührende Reaktion seines Teams. Eine leichte Aufgabe wird dies selbstredend nicht, die Luzerner sind gut in die Saison gestartet und belegen mit zwei Punkten weniger als der FCB Platz 3 der Super-League-Tabelle. „Doch in den letzten beiden Spielen haben sie fünf Gegentreffer erhalten“, spielt Thorsten Fink auf die nicht vollends überzeugende Abwehrarbeit bei Luzerns 2:3 gegen Sion und 4:2 über Xamax an. „Mit unserer starken Offensive müssen wir versuchen, ihre Schwächen auszunutzen.“

Allerdings weiss der Basler Trainer auch um die Gefährlichkeit der Zentralschweizer im Spiel nach vorne – „sie sind gut im Kontern und haben offensiv starke Profis im Team“. Deswegen müsse seine Mannschaft die Luzerner Angriffsbemühungen früh unterbinden, den Gegner unter Druck setzen und selbst – wie immer – den Weg aufs Tor suchen. Mit welcher Startaufstellung der FCB dies versuchen wird, konnte Fink noch nicht im Detail erörtern. Klar ist, dass David Abraham und Cagdas in die Innenverteidigung zurückkehren. Unsicher ist hingegen, ob die von ihren Nationalteam-Einsätzen zurückgekehrten Spieler wie Safari, Stocker, Shaqiri und Inkoom genügend frisch sind oder ob der eine oder andere eine Pause braucht. „Eigentlich müssten drei Tage zur vollen Regeneration reichen“, findet der Trainer, „aber ich muss individuell schauen.“

Ein genügend breites Kader, um allfällige Veränderungen vorzunehmen, hat Fink ja. Der überzeugende FCB-Auftritt am vergangenen Dienstag beim deutschen Bundesligisten SC Freiburg hat einmal mehr gezeigt, dass sich alle Basler Spieler die taktischen Ideen sowie die Laufwege des FCB-Systems eingeprägt haben und entsprechend bereit sind, wenn sie zum Zug kommen. Fink: „Wir absolvierten in Freiburg zwar nur ein Testspiel, aber der Sieg war meines Erachtens dennoch sehr wichtig für unser Selbstvertrauen. Wir waren sehr gut im Passspiel und gegen vorne stets gefährlich, das hat mir gefallen.“

Solche Worte von Cheftrainer Thorsten Fink erhofft man sich in FCB-Kreisen natürlich auch nach dem Spiel am Samstag gegen Luzern sowie am darauffolgenden Mittwoch anlässlich der Partie gegen den FC Sheriff. Es sind spannende Tage, die dem Schweizer Meister im August 2010 bevorstehen. Im Idealfall steht der FC Basel am Ende des Monats nach wie vor zu oberst in der Tabelle der Super League und darf sich zudem auf die Gruppenphase der Champions League freuen.

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