
LUZERN - Bei Luzern hui, in der Nati pfui – an Hakan Yakin scheiden sich einmal mehr die Geister.
Von Michel Wettstein und Heiko Ostendorp | Aktualisiert um 00:01 | 14.08.2010
Seine Bilanz in der Super League kann sich sehen lassen: 4 Spiele, 2 Tore, 1 Assist – und ein BLICK-Notenschnitt von 4,75. Hakan Yakin ist unbestritten eine der wichtigsten Figuren im Team des FC Luzern. National straft Haki wieder mal alle Kritiker Lügen, die ihm unterstellten, es reiche physisch nicht mehr für ein gutes Niveau. «Seit Anfang dieser Saison macht mir Hakan einen körperlich und mental sehr guten Eindruck», lobt FCL-Coach Rolf Fringer.
Trumpft Super-Haki auch heute in Basel auf? Oder sehen die Fans den anderen Yakin – wie am letzten Mittwoch?
Beim 1:0-Sieg der Nati in Österreich kam «Hatsch» mit dem Tempo überhaupt nicht zurecht, wirkte oft überfordert. Von BLICK bekam er die Note 3. Ist er wirklich zu langsam für den internationalen Fussball? Fringer: «Ob man Torchancen mit Schnelligkeit oder mit schneller Auffassungsgabe und Torinstinkt bekommt wie Hakan, spielt doch keine Rolle. Wichtig ist, dass man sie bekommt.» Und die Kritik an Yakins Dösi-Auftritt gegen die Ösis lässt der FCL-Coach auch nicht gelten: «Hakan war bei den gefährlichen Aktionen dabei. Man hat gesehen, dass er auch international zu Chancen kommt.»
Dass er sie allerdings auch hätte reinmachen müssen, verschweigt Fringer. Und dass Yakin den abwesenden Captain Alex Frei als hängende Spitze in keiner Weise ersetzen konnte, ebenfalls.
Heute kommt es im St. Jakob Park zum direkten Duell Frei vs. Yakin. Wer geht als Sieger vom Platz? Fringer: «Basel wird nach der Pleite in Bellinzona reagieren. Ich erwarte einen starken FCB. Aber wir wollen trotzdem frech nach vorne spielen.»
FCB-Trainer Thorsten Fink lobt Yakin: «Er kann gute Freistösse schiessen.» Spielt dann aber auch auf Hakans Schwächen an: «Wenn er zu 70 Prozent dem Ball hinterherlaufen muss, ist das für ihn nicht optimal. Und dafür wollen wir sorgen.»
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