Freitag, 13. August 2010

FCL Cracks büffeln Deutsch

Bericht von 20min.ch









von Martin Erdmann - Für Spieler des FC Luzern, die kein Deutsch sprechen, wird der Trainingsplan erweitert: Sie müssen zweimal pro Woche die Schulbank drücken
Fremdsprachige Spieler, die beim FC Luzern einen Arbeitsvertrag unterzeichnen, verpflichten sich auch, Deutsch zu büffeln. Neben dem Training auf dem Platz sind für sie zusätzlich zwei Lektionen Deutschunterricht pro Woche angesagt. So wird ab nächstem Mittwoch auch der schwedische Neuzugang Benjamin Kibebe Deutsch lernen – eine neue Situation für den Innenverteidiger. «Ich spielte schon in Norwegen und Dänemark. Die Sprachen dieser Länder sind dem Schwedischen ähnlich.»

Für den Kurs hat sich Kibebe aber vorbereitet: «Ich höre im Auto Lern-CDs. Zudem kenne ich schon die wichtigsten Spielbegriffe.» Laut Trainer Rolf Fringer ist Fussball zwar international verständlich, aber der Unterricht sei wichtig: «Wer nicht Deutsch lernen will, will sich nicht integrieren.» Das mache auf die Klubleitung keinen motivierten Eindruck.

Lukas Tobler, Lehrer an der Bénédict-Sprachschule, unterrichtet die FCL-Spieler seit der letzten Saison. Er lobt ihre Motivation: «Sie kommen gut vorbereitet in den Unterricht.» Mit seinen Schülern aus dem Vorjahr wie Christian Ianu oder João Paiva liest er jetzt gerade ein Kinderbuch.

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