
LUZERN - Sion gewinnt auswärts 3:2. CC ist zufrieden mit dem Schiri. Dafür tobt FCL-Boss Stierli!
Der Druck auf den Schultern von Adrien Jaccottet (27) ist enorm. Er debütiert in der Super League bei Luzern gegen Sion. Christian Constantin, Präsident der Walliser, drohte damit, seine Mannschaft vom Platz zu holen, wenn es wieder krasse Fehlentscheide geben sollte.
Doch der Basler Anwalt kennt die Gesetze des Fussballs. Sion spielt durch – 90 Minuten plus die Nachspielzeit und gewinnt im Gersag mit 3:2. CC sagt: «Ich war heute sehr zufrieden mit dem Schiedsrichter.»
Dem pflichtet auch Luzern-Boss Walter Stierli bei: «Eine sehr gute Leistung beim Debüt.» Trotzdem tobt der Luzern-Boss nach dem Spiel: «Ich schäme mich für CC. Solche Aktionen eines Klub-Präsidenten gehören sich nicht.»
Er meint damit nicht nur die abstrusen Forderungen von «CC». Der Walliser Exzentriker tigert während dem ganzen Spiel zwischen den Trainer-Zonen umher. Wie ein Trainer gibt er Anweisungen an seine Spieler. Und im Wechselspiel mit Trainer Bernard Challandes bearbeitet er die Unparteiischen: Er diskutiert mit dem vierten Offiziellen, hadert mit dem Linienrichter und schreit auf den Platz.
Stierli fragt: «Wohin soll das führen, wenn Klub-Bosse an der Seitenlinie die Offiziellen beeinflussen?» Und er fordert: «Die Liga muss eingreifen. Ich werde umgehend beantragen, dass man etwas dagegen unternimmt.»
Luzern verspielt zweimal die Führung und den 1. Platz
Constantin kann Stierlis Wut nicht nachvollziehen. «Das war überhaupt keine Taktik», sagt er schmunzelnd. Und Bernard Challandes, der auch nicht zurückhaltend war mit Kommentaren in Richtung des Unparteiischen, meint vielsagend: «Während einem Spiel wird viel gesprochen.»
Durch eine Traum-Kombination und den Abschluss von Ferreira geht Luzern früh in Führung (10.). Eine Viertelstunde später gleicht Sion nach einem Eckball von Ogararu aus.
Auch in die zweite Hälfte starten die Luzerner besser: Nach 40 Sekunden schiebt Yakin ein Zuspiel von Ianu ein. Dann ist Sion-Zauberer Obradovic an der Reihe: Erst gleicht er in der 53. Minute mit einem schönen Halb-Volley aus. Dann nickt er zum 3:2 ein. Grossartig. Luzern verspielt die Führung und die Tabellenspitze. Rolf Fringer trocken: «Wir sind schlecht bedient. Eine unglückliche Niederlage.»
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