
Trotz eines Traumstarts und zweimaliger Führung missglückte dem FCL die Wiedergutmachung für das blamable Ausscheiden in der Qualifikation zur Europa League gegen Untrecht.
Als Hakan Yakin 40 Sekunden nach dem Seitenwechsel den 2:1-Führungstreffer für den FC Luzern erzielte, waren die Zentralschweizer in der virtuellen Tabelle mit zehn Punkten Leader. Danach liessen die FCL-Verteidiger den brandgefährlichen Sion-Angreifer Goran Obradovic aber zweimal widerstandslos gewähren - beide Male schlug der Serbe eiskalt zu. Beim 2:2 düpierte er Nelson Ferreira, beim 3:2 versenkte er eine Flanke von Sio per Kopf unhaltbar im Luzerner Netz.
«Uns hat heute ein wenig die Kraft gefehlt», konstatierte FCL-Profi Michel Renggli nach dem Schlusspfiff. Daniel Gygax hatte schon in der Pause zu bedenken gegeben, dass vier Spiele innerhalb von zehn Tagen für sein Team nur schwer zu verdauen seien. Die Einschätzung der beiden ist jedoch nur die halbe Wahrheit: Es war überdies auffällig, dass die Defensive der Luzerner viel zu sorglos agierte. Schon vor dem 1:1 hatte sich keiner für den Torschützen Sio verantwortlich geführt.
Yakins Geniestreiche reichten nicht
In der Offensive zeigten sich die Spieler von Trainer Rolf Fringer im Vergleich zum 1:3 gegen Utrecht deutlich verbessert. Hakan Yakin war einmal mehr die auffälligste Figur. Der Schweizer Internationale traf nicht nur zum 2:1, sondern war auch am 1:0 massgeblich beteiligt, als er Cristian Ianu mit einem zentimetergenauen Pass die Flanke auf den Vollstrecker Ferreira ermöglichte. Zehn Minuten vor der Pause zwang Yakin Sion-Keeper Fickentscher mit einem ansatzloseb 25-Meter-Schuss zu einer Glanzparade.
Lob gabs für den erst 27-jährigen Schiedsrichter Adrien Jaccottet. Sogar Sion-Präsident Christian Constantin, der für den Fall weiterer Fehlpfiffe mit dem Rückzug seiner Mannschaft gedroht hatte, attestierte Jaccottet eine tadellose Leistung.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)
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